Zeitungsartikel

#9 Jungfilmer im Gewerbepark

#9 Achimer Kurier vom 16.06.09

Jungfilmer im Gewerbepark - Blubb-Films sorgt für Straßensperre / Erster abendfüllender Kinofilm geplant


Oyten. „Gesperrt wegen Dreharbeiten für Blubb-Films“ – die Autofahrer, die am Sonntag durch die Industriestraße in Oyten fahren wollten, dürften angesichts dieses Schildes in der Einfahrt ersteinmal gestutzt habe. Blubb-Films? Was ist das? Die Antwort ist einfach: Eine Gruppe positiv filmverrückter Jugendlicher, die mit Erlaubnis der Gemeinde die Straße sperrten, damit die Dreharbeiten nicht gestört werden.

Kein Auto durfte durch, bis auf einen großen Audi, der vor laufender Kamera in die Straße raste und eine Frau überfuhr. So wollte es das Drehbuch. Der Unfall gehört natürlich zum Film. So dramatisch beginnt die neue Produktion der Jungfilmer, die an den Gymnasien in Achim, Verden, Rotenburg und Sottrum zur Schule gehen. „Vielleicht Allein“ heißt der neue Film, der anders, größer und technischer ausgereifter als die Vorgängerstreifen werden soll. Dabei waren die auch nicht schlecht und können im Internet unter www.blubbfilms.de angesehen werden. Nun also „Vielleicht Allein“, der in die kommunalen Kinos kommen soll. Im Achimer Kulturhaus Kasch ist bereits ein Vorführungstermin vereinbart worden. Voraussichtlicher Fertigstellungstermin ist Herbst 2010.

Der dramatische Auftakt in der Oytener Industriestraße war der erste Drehtag, der den Sonntag voll beanspruchte. Schließlich hat  Blubb-Films einen hohen Anspruch und verfügt mittlerweile über ein professionelles Equipment, mit dem sich auch rasante Kamerafahrten realisieren lassen. „Alles von eigenem Taschengeld angeschafft“, erzählt der 17-jährige Philip Diekmann, der in der aktuellen Produktion für die technischen Abläufe zuständig ist und obendrein einen Teil der Regie übernimmt. Für den anderen Part ist David Mahlfeld zuständig, der neben der Regie auch noch die Hauptrolle übernommen hat. So oder so ähnlich lässt sich die Besetzungsliste fortsetzen. Es gibt wohl kaum einen in der vielköpfigen Crew, der nicht in Doppelfunktion eingesetzt wird.

Die sechs Jungs vom Kernteam von Blubb-Films waren schon eine Clique, bevor sie mit den Filmen angefangen haben. Mittlerweile sind aber auch Mädchen dabei. „Angefangen hat alles, als wir im Internet ein paar Amateurfilme entdeckt haben. Wir hatten einfach Lust, so etwas auch mal zu machen“, sagt Philip Diekmann. Daraus ist dann Blubb-Films entstanden, wobei der Name völlig sinnfrei ist. Bis jetzt haben die jungen Filmemacher fünf Projekte fertig gestellt. Darunter einen Schulfilm über das Cato Bontjes van Beek – Gymnasium in Achim. Am „Cato“ leitete ein Teil des Teams obendrein eine Film-AG mit Schülern aus der Sekundarstufe I.

Auch Dokumentationen über den Freimarkt oder den Heidepark sind bereits entstanden. Daneben aber auch ein echter Thriller. „Visit“ heißt der Streifen, der die Zuschauer das Gruseln lehren soll. Gruseleffekte einzubauen und dafür zu sorgen, dass dem Zuschauer ein kalter Schauer über den Rücken läuft, macht offensichtlich Spaß. Das ist auch in der aktuellen Produktion „Vielleicht Allein“ ähnlich. Die Handlung verläuft dramatisch. Die Mutter des 17-jährigen Hauptdarstellers wird überfahren und obendrein wird der Junge noch von einer Clique gemobbt…

Mehr darf noch nicht verraten werden. Drehort ist unter anderem das „Ronolulu“ in Rotenburg. Langweilig dürfte es deshalb an stehenden Sommerferien nicht werden. „Wir werden mit dem Film ganz schön ausgelastet sein“, glauben die Kinomacher von Blubb-Films.