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Die 2. Niedersachsen Filmklappe

Von David Neubauer | 03.10.09

Mit der Auszeichnung unseres Filmes „Behind the Eyes“ als 1. Platz der Verdener Filmklappe haben wir u. a. die Teilnahme an der Niedersachsen Filmklappe gewonnen. Deshalb hieß es letzten Mittwoch für Philip, David M., Costa, Alex und mich „Auf nach Aurich“!

Die Reise in das fast 150 km entfernte Aurich begann um ca. 8.45 Uhr,  also nur 30 Minuten zu spät. Das ganze war übrigends eine Schulveranstaltung und wir waren deshalb vom Unterricht (und den, in der Zeit zu schreibenden, Arbeiten) befreit. Mit uns ist in Achim auch ein Teil von „Cold-Entertainment“ losgefahren. Einige der in diesem Artikel gezeigten Bilder sind von Fabian Junge (von Cold-Entertainment) geschossen worden. Während der Wartezeit wurde uns vom Reiseleiter mitgeteilt, dass eines der zwei Hotels, in denen wir untergebracht werden sollten, gestern Insolvenz angemeldet hat. Das ist aber kein Problem, das Ausweichhotel war bereits informiert. Einer aus unserer Crew, genauer Philip,  musste also in das Ausweichhotel mit seinen vier Sternen.

In den Hotels schnell alles abgelegt, was wir den Rest des Tages nicht mehr zu brauchen geglaubt haben und dann sollten wir Gelegenheit bekommen alle nominierten Filme der verschiedenen Kategorie beurteilen zu können. In 5 verschiedenen Kinosälen liefen die Filme der 5 Kategorien Sonderschule, Grundschule, 5. und 6. Klasse, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. Wir haben mindestens die Hälfte verpasst, da unser Bus eine kleine Verspätung hatte. Nachdem wir uns zwei Filme aus der Sekundarstufe II angeschaut haben, die, wie sich später herausstellte, schlechter waren als der Gewinner der Grundschule, gab es auch schon das für Großveranstaltungen typische Mittagessen (Spagetti) in der Stadthalle neben dem Kino. Und Tshirts. Und Schlüsselanhänger. Und später noch eine DVD mit den Gewinnerfilmen. Wir hatten natürlich, nichts ahnend, alle Taschen in den Hotels gelassen.

Kurz nach dem Mittagessen begannen auch schon die Workshops. Philip und David waren in dem Workshop „Regie“ und der Rest befasste sich mit dem Beruf der Kamerafrau (bzw. des Kameramannes). Was hat uns die Kamerafrau in dem Workshop also gelehrt? Da ich die 3 Din A4 Zettel grade verlegt habe versuche ich da wichtigste aus dem Gedächtnis zu wiederholen. Die Kamerafrau (bzw. der Kameramann) sollte sich gut mit der Regie verstehen, da sie die Regie größtenteils übernehmen sollte,  und auch noch die Lichttechnik. Am besten gleich alles was einen guten Film ausmacht. Danach hat sie uns noch ein paar ihrer Filme aus dem Studium gezeigt. Es wunderte keinen mehr, dass diese Filme in Eigenregie (Konzept, Kamera, Schnitt, Ton: Sie) entstanden sind. Und alle die an dem Workshop teilgenommen haben, wissen jetzt, dass diese Kamerafrau unheimlich gerne „kleine Dinge ganz groß“ zeigt, soll heißen sie zeigt nur 1-2 Sekunden lang einen kleinen Ausschnitt, z.b. eine Gabel, wie sie Essen aufspießt, und der Zuschauer weiß, dass da jemand isst. Nach dem 5 minütigen Film, der nur solche Einstellungen beinhaltet und ich mir nur dachte „Endlich vorbei, viel zu hektisch, da bekommt man auf Dauer sicher Kopfschmerzen“ teilte sie uns mit, dass sie dieses Konzept einmal ausreizen wollte und einen ein stündigen Film damit gedreht hat … und uns gute 20 Minuten davon gezeigt. Und noch ein interessanter Punkt: Sie hat die angepeilten 90 Minuten des Workshops überzogen.

Nach den Workshops, der von Regie war wohl auch nicht der Überflieger, war die Siegerehrung. Um es kurz zu machen: Wir haben nichts gewonnen, aus Verden hat niemand gewonnen. Und das zu Recht.

Nach dem darauf folgenden Abendessen, war geplant, dass sich die verschiedenen Filmgruppen in der Stadthalle austauschen können und feiern können. Die Stimmung in der Stadthalle war allerdings nicht so berauschend, was, zu einem nicht unerheblichen Teil, am vorhandenen DJ lag. Bisher sah das bei Philip, unserem DJ, auf Partys immer so leicht aus aber jetzt weiß ich was man nicht alles falsch machen kann. Jedenfalls ist die Stimmung bei mir zuhause im Moment besser als dort, und ich bin hier alleine. Also haben sich fast alle zu kleinen Grüppchen zusammengefunden und sind in die Innenstadt von Aurich losgezogen. Manche sind ins Kino gegangen. Da wir 10 Minuten zu spät waren für die Kinovorstellung sind wir mit den „Cold-Entertainmentern“ in eine Bar gegangen. David M. schuldet mir jetzt 10€.

So gegen 12 Uhr haben wir nach einem schönen nächtlichen Spaziergang („Hab kein Bock auf den Bus zu warten.“) bei unserem Hotel angekommen und völlig erschöpft eingeschlafen. Das Frühstück kam etwas zu früh, was mich verwunderte, denn ich habe es viel zu früh erwartet. Sogar noch genug Zeit um gemütlich zu Frühstücken und eine Runde im Bad zu drehen bevor der Bus uns abholte. Während der Fahrt hat es angefangen zu regnen (Philip: „Und ich muss gleich noch zum Segeln“) und wir tüftelten ein besseres Ende für unser Projekt „Vielleicht Allein“ aus. Nachdem wir den Bus nach der 6. Stunde knapp verpasst hatten und es aufgehört hatte zu regnen, verabschiedete ich mich und radelte die 5 Minuten nach Hause. Gut, dass mich Herr Seifert, bei dem ich in der 7. Stunde Religion gehabt hätte, nicht gesehen hat. Und dass er das hier niemals ließt.